Hintergrundwissen

Der Wandel in der Bestattungskultur...
 

... und die daraus resultierenden Probleme für die Angehörigen in ihrer Trauerbewältigung.
 

Bestattungskultur

Sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen wird häufig verdrängt. Im eintretenden Trauerfall sind die Angehörigen und Hinterbliebenen meist unvorbereitet in Eile, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Es gilt von der Trauerfeier bis zur Bestattungsart und Bestattungsort alles zu entscheiden und festzulegen.

Viele Hinterbliebene sind sich der Tragweite dieser Entscheidungen für die nachfolgende Trauerarbeit nicht bewusst. Erst nach einiger Zeit – wenn alle Aktivitäten, Bestattung, Trauerfeier usw. vorbei sind – erfährt der Trauernde, dass das urmenschliche Bedürfnis „fürsorglich mit einem nahen Mitmenschen umzugehen“, nach dessen Tod nicht einfach abzuschalten ist.

Es benötigt einen langen Zeitraum und einen bestimmten Ort and em diese Fürsorge für den Verstorbenen im Rahmen der Trauerbewältigung ihren neuen Platz findet und Trost spendet, um langsam versiegen zu können.

In der Realität wird erkennbar, dass die ursprüngliche, unvorbereitet und in Eile getroffene Entscheidung für Grabstellen ohne Grabpflege oft im Widerspruch zum eigenen Bedürfnis der Trauerbewältigung steht.

So ist in der Praxis an Kollumbarienwänden, anonymen Grabfeldern und sogenannten Rasenfeldern festzustellen, dass trotz nicht vorhandenen Möglichkeiten, Blumenschmuck uns sonstige “Trauergrüße” abgelegt werden, um diesem Bedürfnis nach Trauerbewältigung gerecht zu werden.

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Wandel in der Bestattungskultur.pdf (566 KB)